Was ist Sexting?

Was ist Sexting?

Selbstdarstellung an sich ist nicht problematisch. Vor allem im Jugendalter ist es ein Teil der Kommunikation. Problematisch wird es, wenn intime Fotos oder Videos über Handy und Internet veröffentlicht werden.

Werden intime Fotos oder Videos an ausgewählte Personen oder Personengruppen über Textnachrichten oder Soziale Netzwerke geschickt, spricht man von Sexting. Der Begriff setzt sich aus den Wörtern „sex“ und „texting“ zusammen.

Sexting kann zunächst freiwillig geschehen, sich aber rasant zu einer sehr speziellen und stark belastenden Gewaltform entwickeln.

Wir erleben immer häufiger, dass Personen durch Erpressungen, Bedrohungen oder Androhungen zu Sexting oder mittels Sexting genötigt werden. Bedrohungen, Erpressungen und Nötigungen sind Straftatbestände und können angezeigt werden.

Wenn Jugendliche Sexting durchführen, geschieht dies oft in einer intimen Beziehung, um eine Beziehung anzubahnen oder um einen unverbindlichen Flirt zu beginnen. Viele glauben, dass die intimen Fotos oder Videos vertraulich bleiben.

Leider ist es häufig anders.

Die gesendeten Fotos oder Videos werden meist aus Spaß, Neid, Eifersucht oder Rache an weitere Personen verschickt. Sexuell angehauchte Textnachrichten können ebenfalls problematisch werden, wenn diese veröffentlicht oder weitergeleitet werden.

Beispiele für Sexting sind:

  • es werden Fotos in Unterwäsche oder Bikini erstellt und versendet
  • es werden Nacktfotos erstellt und versendet
  • es werden Fotos von den Geschlechtsteilen erstellt und versendet
  • es werden Videos, auf denen man nackt oder z.B. beim Geschlechtsverkehr zu sehen ist, erstellt und versendet
  • es werden in Fotos Geschlechtsteile eingezeichnet und versendet

Sexting endet nicht von alleine!

Egal wie peinlich es für das Opfer ist bzw. wie sehr man sich schämt, es ist sehr wichtig, sich Hilfe zu holen.

Erwachsene sollten sich Sprache zu diesem Thema verschaffen. Nur so können sie das Vertrauen von Kindern und Jugendlichen gewinnen.

 

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